[Rezension] Das System von Karl Olsberg

Das System, Karl Olsberg
Bildquelle: Aufbau Verlag

Ein spannender Computer-Thriller, der die Welt der Technik in ein anderes Licht rückt.

Trotz der Erstveröffentlichung vor über 9 Jahren ist das Buch kein Stück in die Jahre gekommen. – 4 Sterne

Inhalt

Die Zukunft der Menschheit ist in Gefahr
Was wäre, wenn alle Computer der Welt plötzlich verrückt spielten? Als Mark Helius zwei Mitarbeiter seiner Softwarefirma tot auffindet, weiß er, dass im Internet etwas Mörderisches vorgeht. Stecken Cyber-Terroristen dahinter? Oder hat das Datennetz ein Eigenleben entwickelt? Eine Jagd auf Leben und Tod beginnt, während rund um den Globus das Chaos ausbricht.
Dieser atemberaubende Thriller zeigt beklemmend realistisch, wie schnell unsere technisierte Welt aus den Fugen geraten kann.
„Das System“ wird Ihren Blick auf unsere Welt verändern.

Quelle: Aufbau Verlag

Buchinfo

Autor Karl Olsberg
Titel Das System
Länge 403 Seiten
Verlag Aufbau Verlag
Erstveröffentlichung 06.09.2007
Genre Thriller
Bewertung 4/5 Sterne
Leseprobe/ Kaufen Aufbau Verlag

Meine Meinung

Die Erstveröffentlichung liegt nun mehr als neun Jahre zurück und trotzdem ist das Buch kein bisschen in die Jahre gekommen. Der Autor befasst sich in dem Buch mit einem Computersystem, Pandora, welches immer mehr an Macht gewinnt. Schnell stellt sich die Frage, ob es sich um eine künstliche Intelligenz handelt.

Beim Lesen merkt man sehr deutlich, dass Karl Olsberg weiß worüber er schreibt. So ist es nicht verwunderlich, dass er mehrere Programmiersprachen beherrscht, eine Softwarefirma besitzt und über die Anwendung einer künstliche Intelligenz promovierte. Sein Wissen lässt er, für den Leser einfach verständlich, in das Buch mit einfließen.

Der Thriller ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, die häufig wechseln. Dadurch werden Situationen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet und der Leser erhält viele Informationen. Im Verlauf des Buches wird dadurch deutlich wie weitreichend die Folgen durch Pandora sind.

Der Perspektivenwechsel ist jedoch gerade zu Beginn etwas verwirrend und ich brauchte länger als sonst um mich in das Buch einzufinden. Durch die häufigen Wechsel ist es außerdem schwer mit den Personen mitzufiebern.

Neben der Haupthandlung, dass sich das Computersystem immer weiter ausbreitet, gibt es noch mehrere kleine Nebenhandlungen, die dem Buch mehr Tiefe verleihen. Der Autor lässt die Personen gut miteinander interagieren und schafft somit weitere Probleme, mit denen die Protagonisten zurecht kommen müssen.

Nicht nur das Buch, sondern auch der Internetauftritt hat mich von dem Buch überzeugt. Er passt sehr gut zu dem Inhalt und ist eine nette Spielerei, bei der man noch mehr Hintergrundinformationen bekommt.

Der Schreibstil

Karl Olsberg hat einen sehr flüssigen Schreibstil und schafft es durch seine Worte ein Bild im Kopf der Leser zu erzeugen. Er findet eine gekonnte Mischung zwischen zielführenden Szenen und Szenen, durch die man die Charaktere besser kennen lernt. Dadurch hält er die Spannung aufrecht und das Buch wird nicht in die Länge unnötig gezogen.

Die Charaktere

Die Charaktere sind sehr abwechslungsreich und entsprechen keinen gängigen Stereotypen. Die Hintergrundgeschichten der Personen sind sorgfältig ausgedacht und wirken auf die aktuelle Handlung ein.

Außerdem packt der Autor seine Protagonisten nicht in Watte, sondern legt ihnen Steine in den Weg und lässt sie im Laufe des Buches einiges durchleben, woran sie wachsen können.

An einigen Stellen habe ich jedoch auszusetzen, dass die Protagonisten etwas zu übermächtig sind und einiges zu leicht wegstecken. Dennoch ist die Auswahl der Personen gut getroffen und erfrischend Abwechslungsreich.

Fazit

Das Buch setzt sich mit einer für uns wichtigen Thematik auseinander und verdeutlicht, was passieren kann, wenn die Technik die Oberhand gewinnt. Das Herr Olsberg sich selber mit der Thematik gut auskennt merkt man an vielen Stellen des Buches.

Leider waren an einigen Stellen die Personen etwas zu übermächtig und haben sehr viele Schmerzen zu einfach weggesteckt. Und auch das mitfiebern war nicht immer leicht, da oft die Perspektive gewechselt wurde. Deswegen gibt es von mir 4 von 5 Sternen.

 

Ihr wollt noch mehr Computer-Thriller lesen? Dann kann ich euch Erebos von Ursula Poznanski empfehlen.

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